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Wie funktioniert ein optischer Sensor?
Ein optischer Sensor erkennt Objekte, Positionen, Abstände oder Veränderungen mithilfe von Licht. Je nach Sensorprinzip wird ein ausgesendeter Lichtstrahl unterbrochen, reflektiert oder in seiner Intensität verändert. Die Sensorelektronik wertet diese Veränderung aus und erzeugt daraus ein Schalt- oder Messsignal.
Optische Sensoren werden auch als optoelektronische Sensoren, fotoelektrische Sensoren, Lichtschranken, Lichttaster oder Lasersensoren bezeichnet. Sie erkennen unter anderem Werkstücke, Rohre, Bleche, Flaschen, Verpackungen, Profile, Fahrzeugteile und andere Objekte – unabhängig davon, ob diese aus Metall, Kunststoff, Glas, Holz oder einem anderen Material bestehen.
Da die Erfassung berührungslos erfolgt, entsteht kein mechanischer Verschleiß. Optische Sensoren eignen sich deshalb besonders für schnelle Produktionsprozesse, große Erfassungsabstände und Anwendungen, bei denen auch kleine oder nicht-metallische Objekte zuverlässig erkannt werden müssen.

Funktionsprinzip eines optischen Sensors – einfach erklärt
Das Funktionsprinzip eines optischen Sensors basiert auf der Aussendung und Auswertung von Licht. Als Lichtquelle kommen je nach Sensortyp beispielsweise sichtbares Rotlicht, Laserlicht oder Infrarotlicht zum Einsatz.
Ein Sender erzeugt einen gebündelten oder aufgeweiteten Lichtstrahl. Dieser trifft entweder direkt auf einen Empfänger, wird von einem Reflektor zurückgeworfen oder vom zu erkennenden Objekt reflektiert. Verändert ein Objekt den Lichtweg, erkennt die Auswerteelektronik diese Veränderung und gibt ein elektrisches Signal aus.
Vereinfacht läuft die optische Objekterkennung in vier Schritten ab:
- Der Sensor oder Sender erzeugt ein Lichtsignal.
- Das Licht trifft auf einen Empfänger, Reflektor oder ein Objekt.
- Ein Objekt unterbricht oder verändert das empfangene Lichtsignal.
- Die Sensorelektronik wertet die Veränderung aus und gibt ein Signal aus.
Dieses Signal kann von einer SPS, Maschinensteuerung oder Auswerteeinheit verarbeitet werden. Die Steuerung erhält dadurch beispielsweise die Information: Objekt vorhanden, Position erreicht, Förderstrecke belegt oder definierter Abstand eingehalten.

Welche Arten optischer Sensoren gibt es?
Optische Sensoren arbeiten mit unterschiedlichen Mess- und Erfassungsprinzipien. Welches Prinzip geeignet ist, hängt von der Anwendung, dem Objekt, der erforderlichen Reichweite und den Umgebungsbedingungen ab.
Einweg-Lichtschranke
Eine Einweg-Lichtschranke besteht aus einem getrennten Sender und Empfänger. Der Sender richtet einen Lichtstrahl direkt auf den gegenüberliegenden Empfänger. Unterbricht ein Objekt den Lichtstrahl, verändert sich das Empfangssignal und der Ausgang der Lichtschranke schaltet. Da das Licht nur einmal zwischen Sender und Empfänger übertragen wird, ermöglichen Einweg-Lichtschranken meist große Reichweiten und hohe Funktionsreserven. Sie eignen sich unter anderem zur Erkennung von Werkstücken auf Förderanlagen, zur Materialverfolgung, Staukontrolle sowie zur Erfassung heißer oder kalter Objekte.
Reflex-Lichtschranke
Bei einer Reflex-Lichtschranke befinden sich Sender und Empfänger in einem gemeinsamen Gehäuse. Gegenüber dem Sensor wird ein Reflektor montiert, der das ausgesendete Licht zum Sensor zurückwirft. Befindet sich ein Objekt zwischen Sensor und Reflektor, wird der Lichtweg unterbrochen und der Sensor schaltet. Dadurch ist nur auf einer Seite der Förderstrecke ein elektrischer Anschluss erforderlich. Bei stark spiegelnden oder glänzenden Objekten muss darauf geachtet werden, dass deren Reflexion nicht mit dem Signal des Reflektors verwechselt wird.
Lichttaster
Ein Lichttaster enthält ebenfalls Sender und Empfänger in einem Gehäuse. Im Gegensatz zur Reflex-Lichtschranke wird jedoch kein separater Reflektor benötigt. Der Lichttaster sendet Licht auf das zu erkennende Objekt. Ein Teil dieses Lichts wird von der Objektoberfläche zurück zum Sensor reflektiert. Sobald das zurückkehrende Licht einen bestimmten Wert erreicht, gibt der Sensor ein Schaltsignal aus. Die sichere Erkennung kann von der Farbe, Oberfläche, Form und Ausrichtung des Objekts beeinflusst werden. Helle Oberflächen reflektieren häufig mehr Licht als dunkle oder matte Oberflächen.
Laser-Lichtschranke
Laser-Lichtschranken arbeiten mit einem besonders schmalen und präzise ausgerichteten Lichtstrahl. Dadurch lassen sich kleine Objekte, Drähte, Konturen oder geringe Positionsabweichungen erkennen. Der sichtbare Laserpunkt erleichtert außerdem die Ausrichtung des Sensors. Bei der Auswahl und Montage sind die angegebene Laserklasse und die entsprechenden Sicherheitshinweise zu beachten.
Lichtgitter
Ein Lichtgitter besteht aus mehreren Lichtstrahlen, die gemeinsam ein Überwachungsfeld bilden. Dadurch kann ein größerer Bereich erfasst werden als mit einer einzelnen Lichtschranke. Lichtgitter eignen sich beispielsweise zur Erkennung von Objekten, deren Position oder Höhe variiert. Sie können außerdem zur Konturkontrolle, Teilezählung, Feldüberwachung oder Kontrolle eines Materialflusses eingesetzt werden.
Laser-Distanzsensor
Ein Laser-Distanzsensor erkennt nicht nur, ob ein Objekt vorhanden ist, sondern misst den Abstand zwischen Sensor und Objekt. Dazu sendet der Sensor einen Laserstrahl aus und wertet das vom Objekt reflektierte Licht aus. Abhängig vom Messprinzip wird der Abstand beispielsweise über die Laufzeit oder Phasenverschiebung des Lichts bestimmt. Das Ergebnis wird als analoger oder digitaler Messwert an die Steuerung übertragen. Laser-Distanzsensoren eignen sich zur Positionskontrolle, Füllstandsmessung, Höhenkontrolle, Durchmesserbestimmung oder Abstandsmessung auf Förderanlagen.
Infrarotsensor und Hot Metal Detector
Ein Infrarotsensor zur Erkennung heißer Objekte benötigt nicht zwingend eine eigene Lichtquelle. Heiße Werkstücke senden abhängig von ihrer Temperatur Infrarotstrahlung aus. Ein Hot Metal Detector erfasst diese Wärmestrahlung und vergleicht sie mit einer eingestellten Ansprechtemperatur. Wird der festgelegte Wert überschritten, erzeugt der Sensor ein Schaltsignal. So können heiße Brammen, Blöcke, Knüppel, Rohre, Drähte oder Glasprodukte auch bei schwierigen Umgebungsbedingungen kontaktlos erkannt werden. Ein Hot Metal Detector erkennt damit in erster Linie die Anwesenheit eines ausreichend heißen Objekts. Für eine genaue Temperaturmessung wird dagegen ein Pyrometer eingesetzt.
Was erkennt ein optischer Sensor?
Optische Sensoren können grundsätzlich Objekte aus nahezu allen Materialien erkennen, sofern das verwendete Sensorprinzip zur Anwendung passt.
Dazu gehören unter anderem:
- Metall
- Kunststoff
- Glas
- Papier und Karton
- Holz
- Gummi
- Textilien
- Flüssigkeiten
- heiße Werkstücke
- transparente oder teiltransparente Objekte
Typische Zielobjekte sind Werkstücke, Rohre, Bleche, Profile, Flaschen, Dosen, Verpackungen, Kartons, Drähte, Maschinenteile und Transportgüter.
Im Gegensatz zu einem induktiven Sensor ist die Erkennung nicht auf Metall beschränkt. Allerdings können Farbe, Transparenz, Oberflächenbeschaffenheit, Form und Ausrichtung des Objekts das optische Signal beeinflussen.
Typische Aufgaben: Objekte erkennen, zählen und positionieren
Optische Sensoren werden überall dort eingesetzt, wo Objekte berührungslos erkannt oder vermessen werden müssen. Die Aufgaben reichen von einer einfachen Anwesenheitskontrolle bis zur präzisen Weg- und Abstandsmessung.
In Maschinen und Produktionsanlagen prüfen optische Sensoren beispielsweise, ob ein Werkstück vorhanden ist, eine definierte Position erreicht hat oder korrekt zugeführt wurde.
Auf Förderanlagen erkennen und zählen sie Produkte, überwachen Materialbewegungen oder melden einen Stau. In Verpackungs- und Abfüllanlagen erfassen sie Flaschen, Dosen, Kartons oder andere Verpackungseinheiten.
Laser-Distanzsensoren messen darüber hinaus Positionen, Höhen, Füllstände oder Entfernungen. Infrarotsensoren erkennen heiße Materialien in Stahlwerken, Walzwerken, Schmieden und anderen thermischen Prozessen.
Optische Sensoren in rauen Industrieumgebungen
Staub, Dampf, Wasser, Sprühnebel, Verschmutzung, Hitze und Vibrationen können die Lichtübertragung zwischen Sender, Objekt und Empfänger beeinträchtigen. Für industrielle Anwendungen muss deshalb ausreichend Funktionsreserve vorhanden sein.
Bei der Auswahl eines optischen Sensors sollten unter anderem folgende Einflüsse berücksichtigt werden:
- Staub, Rauch, Dampf oder Nebel
- Wasser und Sprühnebel
- Verschmutzungen auf der Optik
- Fremdlicht und direkte Sonneneinstrahlung
- hohe oder niedrige Umgebungstemperaturen
- Wärmestrahlung heißer Werkstücke
- Vibrationen und mechanische Belastungen
- Farbe und Reflexionsverhalten des Objekts
- Objektgröße und Bewegungsgeschwindigkeit
- Abstand zwischen Sender, Empfänger und Objekt
In besonders anspruchsvollen Anwendungen können robuste Edelstahlgehäuse, temperaturbeständige Glasoptiken, Kühlgehäuse, Luftblasvorsätze oder Schutzrohre erforderlich sein.
Eine Lichtschranke für eine saubere Verpackungsmaschine hat andere Anforderungen als ein optischer Sensor für ein Stahlwerk, einen Ofeneinlauf oder eine Förderstrecke mit Staub, Dampf und heißen Werkstücken.
Reichweite und Funktionsreserve optischer Sensoren
Die Reichweite beschreibt den Abstand, über den ein optischer Sensor ein Objekt zuverlässig erkennen kann. Abhängig vom Sensorprinzip kann damit der Abstand zwischen Sender und Empfänger, zwischen Sensor und Reflektor oder zwischen Sensor und Zielobjekt gemeint sein.
Entscheidend ist nicht nur, dass ein Lichtsignal den Empfänger erreicht. Es muss auch unter realen Betriebsbedingungen ausreichend stark sein. Die Differenz zwischen der tatsächlich empfangenen Lichtmenge und der zum sicheren Schalten notwendigen Lichtmenge wird häufig als Funktionsreserve bezeichnet.
Eine hohe Funktionsreserve hilft dabei, vorübergehende Beeinträchtigungen durch Staub, Dampf, leichte Verschmutzungen oder kleine Ausrichtungsänderungen auszugleichen.
Die erreichbare Reichweite wird unter anderem beeinflusst durch:
- verwendetes Sensorprinzip
- Lichtquelle und Wellenlänge
- Größe des Sendelichtstrahls
- Farbe und Reflexionsgrad des Objekts
- Größe und Form des Zielobjekts
- Verschmutzung der Optik
- Umgebungslicht
- Montage und Ausrichtung
- Staub, Dampf oder Nebel im Lichtweg
Ein Datenblattwert allein reicht deshalb nicht immer aus. Entscheidend ist die zuverlässige Erkennung unter den tatsächlichen Prozess- und Umgebungsbedingungen.
Hellschaltung und Dunkelschaltung
Bei optischen Sensoren wird häufig zwischen Hellschaltung und Dunkelschaltung unterschieden. Bei der Hellschaltung wird der Ausgang aktiv, wenn ausreichend Licht am Empfänger ankommt. Bei der Dunkelschaltung wird der Ausgang aktiv, wenn der Lichtstrahl unterbrochen oder das Empfangssignal ausreichend abgeschwächt wird.
Welche Schaltfunktion benötigt wird, hängt von der Steuerung und dem gewünschten Verhalten der Anlage ab. Viele moderne Sensoren lassen sich entsprechend parametrieren.
Vorteile optischer Sensoren
Optische Sensoren bieten zahlreiche Vorteile für industrielle Anwendungen:
- berührungslose und verschleißfreie Erkennung
- Erfassung nahezu aller Materialien
- große Reichweiten möglich
- Erkennung sehr kleiner Objekte
- schnelle Reaktionszeiten
- hohe Wiederholgenauigkeit
- präzise Positionserfassung
- Zählung schnell bewegter Objekte
- Messung von Entfernungen und Positionen
- flexible Anpassung an unterschiedliche Anwendungen
- Erkennung heißer Objekte über Infrarotstrahlung
Dadurch eignen sich optische Sensoren besonders für Objekterkennung, Materialverfolgung, Teilezählung, Positionskontrolle, Abstandsmessung und Prozessüberwachung.

Wann ist ein optischer Sensor die richtige Lösung?
Ein optischer Sensor ist häufig die richtige Wahl, wenn ein Objekt unabhängig von seinem Material berührungslos erkannt werden soll oder wenn eine größere Reichweite erforderlich ist.
Typische Aufgaben sind:
- Werkstücke auf einem Förderband erkennen
- Flaschen, Dosen oder Verpackungen zählen
- Rohre, Bleche und Metallprofile erfassen
- kleine Teile oder Konturen erkennen
- Positionen und Endlagen kontrollieren
- Materialstaus oder Blockaden überwachen
- Abstände, Höhen oder Füllstände messen
- heiße Werkstücke auf Rollgängen erkennen
- Objektbewegungen über größere Distanzen überwachen
- wechselnde Objektpositionen mit einem Lichtgitter erfassen
Bei starker Verschmutzung, extrem dichtem Dampf oder wenn ausschließlich Metall über einen kurzen Abstand erkannt werden soll, kann ein induktiver Sensor die bessere Lösung sein. Die Auswahl sollte deshalb immer anhand der konkreten Anwendung erfolgen.
Auswahl des passenden optischen Sensors
Die Auswahl eines optischen Sensors hängt vom Zielobjekt, der Einbausituation und den Umgebungsbedingungen ab.
Folgende Fragen sollten vor der Auswahl beantwortet werden:
- Welches Objekt soll erkannt werden?
- Aus welchem Material besteht das Objekt?
- Welche Farbe und Oberfläche besitzt es?
- Ist das Objekt transparent, glänzend oder sehr dunkel?
- Wie groß ist das kleinste zu erkennende Objekt?
- Welcher Erfassungsabstand wird benötigt?
- Wie schnell bewegt sich das Objekt?
- Soll nur die Anwesenheit erkannt oder ein Abstand gemessen werden?
- Ist Platz für einen getrennten Sender und Empfänger vorhanden?
- Gibt es Staub, Rauch, Dampf, Wasser oder Sprühnebel?
- Wie hoch sind Objekt- und Umgebungstemperatur?
- Gibt es Fremdlicht oder direkte Sonneneinstrahlung?
- Welche Betriebsspannung, Schnittstelle und Ausgangsart werden benötigt?
- Benötigt die Anwendung eine Verschmutzungs- oder Alarmmeldung?
Je genauer die Einbausituation und die Prozessbedingungen bekannt sind, desto zuverlässiger lässt sich das passende optische Sensorprinzip auswählen. Eine technische Anwendungsberatung hilft dabei, unsichere Signale, Fehlauslegungen und ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden.
Konkrete Anwendungsfälle für optischer Sensoren
Werkstücke auf einem Förderband erkennen
In Förderanlagen erkennt eine Lichtschranke, ob sich ein Werkstück an einer bestimmten Position befindet. Das Objekt unterbricht den Lichtstrahl zwischen Sender und Empfänger und löst dadurch ein Schaltsignal aus.
Das Verfahren eignet sich zur Anwesenheitskontrolle, Materialverfolgung und Steuerung nachfolgender Prozessschritte.
Flaschen, Dosen und Verpackungen zählen
Optische Sensoren können Flaschen, Dosen, Kartons und andere Verpackungseinheiten auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten erfassen. Jede Unterbrechung oder Reflexion des Lichtsignals erzeugt einen Impuls, der von der Steuerung gezählt wird. Abhängig von Material, Form und Transparenz kommen unterschiedliche Lichtschranken oder Lichttaster zum Einsatz.
Rohre, Bleche und Metallprofile erfassen
In Stahlwerken, Walzwerken und Rohrwerken dienen optische Sensoren zur Materialerkennung auf Rollgängen und Transportanlagen. Große Reichweiten und hohe Funktionsreserven ermöglichen eine zuverlässige Erfassung auch dann, wenn sich der Sensor nicht unmittelbar am Material montieren lässt. Für Anwendungen mit Rauch, Dampf, Wasser oder Hitze sind besonders robuste Sensorausführungen erforderlich.
Kleine Objekte und Konturen erkennen
Laser-Lichtschranken besitzen einen schmalen Lichtstrahl und können deshalb kleine Teile, Drähte oder Objektkanten erkennen. Sie eignen sich unter anderem für Zählaufgaben, Konturprüfungen und die Erfassung geringer Positionsabweichungen.
Unterschiedliche Objektpositionen überwachen
Wenn sich Höhe oder Position eines Objekts verändert, kann eine einzelne Lichtschranke möglicherweise nicht den gesamten relevanten Bereich abdecken. Ein Lichtgitter erzeugt mehrere Lichtstrahlen und bildet dadurch ein größeres Erfassungsfeld. So lassen sich unterschiedlich positionierte Objekte, Materialüberstände oder variable Konturen überwachen.
Abstände und Positionen messen
Laser-Distanzsensoren messen den Abstand zu einem Objekt und liefern einen kontinuierlichen Messwert. Damit können beispielsweise Positionen, Füllstände, Höhen oder Bewegungen überwacht werden. In Stahl- und Walzwerken lassen sich auch heiße Brammen, Blöcke oder Knüppel aus sicherer Entfernung erfassen und vermessen.
Heiße Materialien erkennen
Hot Metal Detektoren erkennen die Infrarotstrahlung heißer Materialien. Sobald die Strahlung einer festgelegten Ansprechtemperatur entspricht, gibt der Sensor ein Schaltsignal aus. Typische Anwendungen sind die Erkennung von Brammen, Blöcken, Knüppeln, Rohren, Drähten, Schmiedeteilen oder heißen Glasprodukten. Die Erfassung kann auch dort eingesetzt werden, wo Staub, Dampf oder Sprühnebel klassische optische Verfahren beeinträchtigen.

FAQ – häufige Fragen zu optischen Sensoren
Was ist ein optischer Sensor einfach erklärt?
Ein optischer Sensor erkennt Objekte oder misst Abstände mithilfe von Licht. Das ausgesendete oder vom Objekt abgegebene Licht wird von einem Empfänger erfasst und elektronisch ausgewertet. Verändert ein Objekt das Lichtsignal, gibt der Sensor ein Schalt- oder Messsignal aus.
Welche Materialien erkennt ein optischer Sensor?
Optische Sensoren können Metall, Kunststoff, Glas, Papier, Holz, Gummi und viele andere Materialien erkennen. Die zuverlässige Erfassung hängt vom Sensorprinzip sowie von Farbe, Oberfläche, Form und Transparenz des Objekts ab.
Was ist der Unterschied zwischen Lichtschranke und Lichttaster?
Eine Lichtschranke erkennt ein Objekt durch die Unterbrechung eines definierten Lichtwegs. Ein Lichttaster sendet Licht auf das Objekt und wertet das vom Objekt zurückgeworfene Licht aus. Ein Lichttaster benötigt daher keinen gegenüberliegenden Empfänger oder Reflektor.
Wie funktioniert eine Einweg-Lichtschranke?
Bei einer Einweg-Lichtschranke stehen sich ein Sender und ein Empfänger gegenüber. Unterbricht ein Objekt den Lichtstrahl, erkennt der Empfänger die Veränderung und der Ausgang der Lichtschranke schaltet.
Wie funktioniert eine Reflex-Lichtschranke?
Bei einer Reflex-Lichtschranke befinden sich Sender und Empfänger in einem Gehäuse. Ein gegenüberliegender Reflektor wirft das Licht zum Sensor zurück. Unterbricht ein Objekt diesen Lichtweg, schaltet der Sensor.
Können optische Sensoren transparente Objekte erkennen?
Transparente Objekte können optisch erkannt werden, erfordern jedoch häufig speziell geeignete Sensoren und eine genaue Einstellung. Entscheidend ist, wie stark das Objekt das Licht reflektiert, bricht oder abschwächt.
Können optische Sensoren schwarze Objekte erkennen?
Schwarze oder sehr dunkle Objekte reflektieren häufig weniger Licht als helle Oberflächen. Mit einem geeigneten Sensorprinzip, ausreichender Funktionsreserve und korrekter Einstellung ist eine zuverlässige Erkennung dennoch möglich.
Werden optische Sensoren durch Fremdlicht beeinflusst?
Starkes Fremdlicht oder direkte Sonneneinstrahlung kann optische Sensoren beeinflussen. Industrielle Sensoren verwenden deshalb unter anderem moduliertes Licht und elektronische Filter. Trotzdem sollte die Lichtsituation bei der Auslegung berücksichtigt werden.
Funktionieren optische Sensoren bei Staub oder Dampf?
Staub, Dampf, Rauch oder Nebel können den Lichtstrahl abschwächen. Sensoren mit hoher Funktionsreserve, geeigneter Wellenlänge und robustem Zubehör können auch unter solchen Bedingungen zuverlässig arbeiten. Die konkrete Anwendung sollte jedoch geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen einem optischen und einem induktiven Sensor?
Ein induktiver Sensor erkennt ausschließlich metallische beziehungsweise elektrisch leitfähige Objekte über ein elektromagnetisches Feld. Ein optischer Sensor arbeitet mit Licht und kann grundsätzlich Objekte aus nahezu allen Materialien erkennen. Dafür können die optischen Eigenschaften des Objekts und die Umgebungsbedingungen einen größeren Einfluss haben.
Was ist der Unterschied zwischen einem Hot Metal Detector und einem Pyrometer?
Ein Hot Metal Detector überwacht, ob die Infrarotstrahlung eines heißen Objekts einen festgelegten Schwellwert überschreitet, und gibt ein Schaltsignal aus. Ein Pyrometer misst dagegen die Oberflächentemperatur und liefert einen konkreten Temperaturmesswert.
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Ob Objekterkennung, Materialverfolgung, Teilezählung, Positionskontrolle, Abstandsmessung oder die Erfassung heißer Werkstücke: Die passende Sensorlösung hängt immer von Ihrer konkreten Anwendung ab.
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