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Brammendetektion im Stahlwerk: Herausforderungen & Lösungen


In Stahlwerken ist die zuverlässige Materialerkennung auf Rollgängen eine zentrale Voraussetzung für einen sicheren und kontinuierlichen Materialfluss. Hohe Temperaturen, Wärmestrahlung, Verschmutzungen und mechanische Belastungen führen dazu, dass konventionelle Sensorsysteme bei der Anwesenheitskontrolle oder Positionsabfrage unzuverlässig arbeiten. Spezielle Sensorlösungen für Stahlwerke und Walzwerke ermöglichen eine präzise Detektion von Brammen und anderen metallischen Werkstücken - auch unter extremen Industriebedingungen.


Typische Probleme bei der Brammendetektion im Außenbereich

Bei der Detektion von Brammen auf Rollgängen im Außenbereich treten besonders anspruchsvolle Umgebungsbedingungen auf. Starke Temperaturschwankungen, Wärmestrahlung, Regen, Schnee und Dampf sowie Ablagerungen durch Zunder und Staub erschweren die Material- und Objekterkennung im Stahlwerk. Zusätzlich beeinträchtigen Vibrationen, mechanische Belastungen, große Erfassungsabstände oder wechselnde Brammenpositionen die zuverlässige Rollgangsüberwachung. Herkömmliche Industriesensoren und einfache Lichtschranken stoßen unter diesen Bedingungen schnell an ihre Grenzen.

Lösungen für eine zuverlässige Brammendetektion

Für eine zuverlässige Brammendetektion unter schwierigen Bedingungen sind speziell ausgelegte, robuste Sensorsysteme erforderlich. Je nach Messaufgabe kommen Hochleistungs-Lichtschranken, Lichtgitter, Infrarotsensoren beziehungsweise Hot Metal Detector (HMD) oder induktive Sensoren zur Metallerkennung zum Einsatz. Robuste Edelstahlgehäuse, eine hohe Schutzart, ausreichende Funktionsreserven und geschützte Montagepositionen verbessern die Betriebssicherheit. Ergänzend sorgen kundenspezifisch abgestimmte Sensorlösungen für eine zuverlässige Anwesenheitskontrolle und Positionserkennung auf Rollgängen.


Ausgangssituation: Brammentransport unter extremen Bedingungen

Nach der Stranggießanlage werden heiße Brammen mit Temperaturen von bis zu 800 °C über Rollgänge zu Übergabestellen, Kühlbetten oder Lagerbereichen transportiert. Für die automatisierte Materialflusssteuerung gilt:

  • kontinuierlicher Materialfluss ohne ungeplante Stillstände
  • sicherer Transport schwerer Stahlprodukte mit mehreren Tonnen Gewicht
  • zuverlässiger Einsatz im Außenbereich bei Regen, Schnee, Dampf und Zunder

Ziel: Sichere Anwesenheitskontrolle, Kanten- und Positionserkennung der Brammen


Herausforderung: Grenzen herkömmlicher Sensorik

Viele Anlagen nutzten bisher konventionelle Lichtschranken-Systeme oder Standardsensoren, die unter den rauen Bedingungen im Stahlwerk erhebliche Nachteile zeigen:

❌ Störungen durch Regen, Schnee, Dampf, Staub und Zunder
❌ Beeinflussung durch Wärmestrahlung und heiße Brammenoberflächen
❌ Aufwendige Ausrichtung sowie hohe Dejustageanfälligkeit durch Vibrationen
❌ Fehltrigger oder unsichere Detektion bei wechselnden Materialtemperaturen

Folgen: Produktionsunterbrechungen, fehlerhafte Materialmeldungen, erhöhter Wartungsaufwand und zusätzliche Sicherheitsrisiken.


Lösung: Robuste, auf die Messaufgabe abgestimmte Sensorik

Die Lösung basiert auf robuster, industrietauglicher Sensorik, die für extreme Umgebungen in der Stahlindustrie ausgelegt und passend zu Objekt, Temperatur, Erfassungsabstand und Montageort ausgewählt wird.

Zentrale Eigenschaften:

Erkennung heißer und kalter Brammen mit optischen oder induktiven Messprinzipien; HMD zur gezielten Heißmaterialerkennung
Unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen durch ausreichende Funktionsreserve und geschützte Montage
Hohe Betriebssicherheit auch bei Staub, Zunder, Dampf und Vibrationen
Reduzierter Justage- und Wartungsaufwand
Einfache Einbindung der Schaltsignale in SPS und Anlagensteuerung

Technologisch kommen je nach Anwendung u. a. zum Einsatz:

  • Hot Metal Detector und Infrarotsensoren (HMD) für heiße Stahlprodukte
  • Hochleistungs-Lichtschranken oder Lichtgitter für große Erfassungsbereiche
  • induktive Näherungsschalter zur lokalen Metallerkennung und Positionsabfrage

Funktionsprinzip

Die Sensoren arbeiten berührungslos und erfassen je nach Sensorprinzip die Anwesenheit, Position oder Kante einer Bramme im Detektionsbereich.

Lichtschranken und induktive Sensoren erkennen Material unabhängig von seiner Temperatur; ein Hot Metal Detector wertet dagegen gezielt die Infrarotstrahlung heißer Stahlprodukte aus:

  • Objekterfassung über optische, infrarote oder elektromagnetische Messprinzipien
  • Signaländerung bei Materialpräsenz wird in ein eindeutiges Schaltsignal umgewandelt
  • Hohe Störsicherheit durch ausreichende Funktionsreserve und anwendungsgerechte Auslegung

Vorteile für den Betrieb

Prozesssicherheit

  • stabile Materialerkennung auch bei extremen Umwelt- und Prozessbedingungen
  • weniger Fehltrigger, unklare Anlagenzustände und ungeplante Stillstände

Wirtschaftlichkeit

  • reduzierte Wartungs-, Reinigungs- und Stillstandskosten
  • längere Lebensdauer durch robuste Komponenten und geschützte Montage

Automatisierung

  • präzise Anwesenheitskontrolle, Positionsabfrage und Materialflussüberwachung
  • verlässliche Prozesssignale als Grundlage für Industrie 4.0- und Smart-Factory-Anwendungen

Typische Einsatzbereiche

  • Brammendetektion und Brammenverfolgung im Stahlwerk
  • Rollgangsüberwachung und Materialflusskontrolle im Außenbereich
  • robuste Industriesensorik für extreme Bedingungen
  • Objekterkennung heißer und kalter Metallprodukte
  • Positionserkennung vor Walzgerüsten und an Übergabestellen
  • Materialerkennung nach Stranggießanlage und Ofenauslauf
  • Hochleistungs-Lichtschranken und Lichtgitter für Stahlwerke
  • Infrarotsensoren und Hot Metal Detector für die Stahlindustrie
  • berührungslose Detektion auf Rollgängen, Kühlbetten und Quertransporten
  • Automatisierung von Walzwerk, Stahlproduktion und Materiallogistik

Fazit

Die Brammendetektion auf Rollgängen im Außenbereich erfordert hochrobuste Sensorlösungen, die auf Materialtemperatur, Witterung, Verschmutzung, Vibration und Erfassungsabstand abgestimmt sind.

Durch eine anwendungsgerecht ausgewählte Sensorik lassen sich:

  • Prozesssicherheit und Anlagenverfügbarkeit erhöhen
  • Wartungs-, Reinigungs- und Stillstandskosten reduzieren
  • Materialflusssteuerung und Automatisierungsgrad verbessern

Damit ist die zuverlässige Brammen-, Material- und Positionserkennung ein wichtiger Baustein für eine effiziente, digital vernetzte Stahlproduktion.



Mögliche Lichtschranken und Zubehör

Für diese Anwendung kommt eine robuste Einweglichtschranke mit abgestimmtem Empfänger zum Einsatz, entwickelt für den zuverlässigen Betrieb
in anspruchsvollen Industrieumgebungen. Ein Tubus ermöglicht eine präzise Fokussierung des Lichtstrahls und damit die sichere Erkennung selbst kleiner Rohrdurchmesser. Ein speziell ausgelegtes Kühl- und Haltesystem stellt zudem die Funktionalität auch unter hohen Temperaturbedingungen sicher.

  • 5038ILSA 600.38 GV S4 Einweg-Lichtschranke, Empfänger, -20°C bis 70°C
    Reichweite: 2500m,
    10-55V DC, Gehäusewerkstoff: Edelstahl 1.4301,Gehäuselänge: 170mm, Ø57mm , Stecker, mit Testfunktion, Verschmutzungsausgang

    Datenblatt »

  • 5037ILAA 600.3 S4 Einweg-Lichtschranke, Sender, -20°C bis 70°C
    Reichweite: 2500m,
    10-55V DC, Gehäusewerkstoff: Edelstahl,Gehäuselänge: 170mm, Ø57mm , Stecker, mit Testfunktion, Verschmutzungsausgang, passend zu Empfänger LSA 600

    Datenblatt »

  • 9828AOL 19 Tubus OL19, Edelstahl, 138mm
    , zur Messfeldeinengung von optischen Sensoren mit Gehäuse Ø 57 mm
    Datenblatt »

  • 9816BHM 2 Montagefuß HM2, Edelstahl
    , zur Montage von optischen Sensoren, höhenverstellbar, verschiebbar, drehbar, neigbar
    Datenblatt »

  • 9828HOL 26 Adapter M40 OL 26, Edelstahl
    , ermöglicht die Montage von Zubehör mit M40 Innengewinde (z.B. Laser- Pilotlicht) an Piros Infrarot Sensoren oder Lichtschranken ohne Kühlmantel. Passend für OAA/D, OKA, LAA, LSA, LRA, LTA
    Datenblatt »


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