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Materialflussüberwachung im Walzwerk: Stahlprofile zuverlässig auf Rollgängen erkennen
Eine zuverlässige Materialflussüberwachung auf Rollgängen ist entscheidend für störungsfreie Abläufe in Stahlwerken und Walzwerken. Unterschiedliche Profilgrößen, wechselnde Materialpositionen, Sinter, Verschmutzung und Vibrationen erschweren jedoch die sichere Anwesenheitskontrolle. Ein speziell ausgelegter induktiver Flächensensor überwacht die gesamte Förderbreite und erkennt metallische Profile berührungslos - unabhängig davon, an welcher Position sie sich auf dem Rollgang befinden.
Typische Probleme bei der Materialflussüberwachung auf Rollgängen
Bei der Materialerkennung auf Rollgängen variieren Breite, Höhe und seitliche Lage der transportierten Stahlprofile. Einzelne induktive Näherungsschalter decken deshalb häufig nur einen begrenzten Bereich ab. Optische Sensoren können durch Dampf, Staub, Sinter oder Verschmutzungen im Lichtweg beeinträchtigt werden. Zusätzlich erhöhen lange Förderstrecken, Vibrationen und mechanische Bewegungen den Aufwand für Montage, Ausrichtung, Verkabelung und Wartung. Fehlende oder verspätete Materialsignale können den Rollgang stoppen und nachfolgende Produktionsschritte unterbrechen.
Induktive Flächensensoren für eine sichere Materialflusskontrolle
Ein induktiver Flächensensor überwacht nicht nur einen einzelnen Erfassungspunkt, sondern einen breiten Bereich des Rollgangs. Dadurch können unterschiedlich große Rohre, Profile, Stäbe oder Bänder mit nur einem Sensor erkannt werden. Das elektromagnetische Messprinzip reagiert auf metallische Werkstücke und ist unempfindlich gegenüber Farbe, Oberflächenhelligkeit oder optischen Störeinflüssen. Große Schaltabstände, robuste Gehäuse und die automatische Proxi-Teach-Einstellung ermöglichen eine zuverlässige Rollgangsüberwachung auch unter rauen Industriebedingungen.

Ausgangssituation: Unterschiedliche Stahlprofile auf einem langen Rollgang
In einem Walzwerk werden unterschiedlich große Stahlprofile über einen rund 50 m langen und 800 mm breiten Rollgang transportiert. Die Profile können seitlich versetzt liegen und während des Transports schwingen. Für die automatische Rollgangsteuerung gelten daher folgende Anforderungen:
- lückenlose Materialflussüberwachung über die gesamte Rollgangsbreite
- sichere Erkennung unterschiedlich großer und positionierter Metallprofile
- zuverlässiger Betrieb bei Sinter, Staub, Vibrationen und Temperaturschwankungen
Ziel: Eindeutige Anwesenheitserkennung für Rollgangsteuerung und Prozessfreigabe

Herausforderung: Punktuelle Sensoren und optische Systeme reichen nicht aus
Konventionelle induktive Einzelsensoren oder optische Lichtschranken können die unterschiedlichen Profilpositionen auf dem breiten Rollgang nicht immer wirtschaftlich und zuverlässig erfassen:
- ❌ Erfassungslücken bei wechselnden Profilbreiten und seitlichen Materialpositionen
- ❌ Störungen optischer Systeme durch Dampf, Staub, Sinter und Verschmutzungen
- ❌ Hoher Verkabelungs-, Installations- und Justageaufwand bei vielen Einzelsensoren
- ❌ Beschädigungsgefahr bei geringem Abstand zu schwingenden Stahlprofilen
Folgen: Fehlende Materialmeldungen, ungeplante Rollgangstopps, höherer Wartungsaufwand und instabile Produktionsabläufe.

Lösung: Induktiver Flächensensor IKU 281 für die gesamte Rollgangsbreite
Lösung: Induktiver Flächensensor IKU 281 für die gesamte Rollgangsbreite
Für diese Anwendung wird der induktive Flächensensor IKU 281T.38 G eingesetzt. Er ist für die berührungslose Überwachung eines 800 mm breiten Rollgangs ausgelegt und liefert unabhängig von der seitlichen Position des Profils ein eindeutiges Schaltsignal an die Anlagensteuerung.
Zentrale Eigenschaften:
✅ Überwachung der gesamten Rollgangsbreite von 800 mm mit nur einem Sensor
✅ Schaltabstand bis maximal 250 mm für geschützte Montage
✅ Zuverlässige Metallerkennung auch bei starker Verschmutzung und Sinterbefall
✅ Automatischer Abgleich der Einbaubedingungen mit Proxi-Teach
✅ Direkte Einbindung des Schaltsignals in SPS und Rollgangsteuerung
Technische Eckdaten des eingesetzten Flächensensors:
- IKU 281T.38 G für Rollgänge bis 800 mm Breite
- einstellbarer Schaltabstand bis maximal 250 mm
- 10-55 V DC, PNP-Schließer und PNP-Öffner, Proxi-Teach

Funktionsprinzip der induktiven Materialflussüberwachung
Der Flächensensor arbeitet berührungslos nach dem induktiven Messprinzip. Über seiner aktiven Sensorfläche entsteht ein elektromagnetisches Feld, das einen breiten Bereich des Rollgangs abdeckt.
Bewegt sich ein metallisches Profil in den Erfassungsbereich, verändert es das elektromagnetische Feld. Die Sensorelektronik wertet diese Änderung aus und erzeugt ein Schaltsignal:
- Metallprofil wird über die gesamte Förderbreite sicher erfasst
- Schaltsignal meldet Anwesenheit oder Freigabe an SPS und Rollgangsantrieb
- Proxi-Teach passt den Schaltabstand automatisch an die Einbaubedingungen an

Vorteile für den Betrieb
Prozesssicherheit
- stabile Objekterkennung über die gesamte Rollgangsbreite
- weniger Fehlmeldungen, Materialstaus und ungeplante Anlagenstillstände
Wirtschaftlichkeit
- nur ein Flächensensor statt einer Linie zahlreicher Einzelsensoren
- reduzierter Aufwand für Verkabelung, Installation, Justage und Wartung
Automatisierung
- eindeutige Signale für Materialverfolgung, Rollgangsantrieb und Übergabepunkte
- verlässliche Prozessdaten für automatisierte und digital vernetzte Produktionsanlagen

Typische Einsatzbereiche
- Materialflussüberwachung auf Rollgängen und Förderstrecken
- Erkennung unterschiedlich großer Stahlprofile im Walzwerk
- Anwesenheitskontrolle von Rohren, Stäben, Bändern und Metallprofilen
- Rollgangsteuerung vor und hinter Walzgerüsten
- Überwachung von Übergabestellen und Quertransporten
- Materialerkennung bei Sinter, Staub und starker Verschmutzung
- breite Förderanlagen mit wechselnden Materialpositionen
- Ersatz mehrerer Näherungsschalter durch berührungslose Flächenerkennung

Fazit
Die Materialflussüberwachung auf breiten Rollgängen erfordert eine Sensorlösung, die unterschiedliche Profilgrößen und seitliche Positionen zuverlässig erkennt und gleichzeitig gegen Verschmutzung, Sinter und Vibrationen unempfindlich ist.
Durch den Einsatz des induktiven Flächensensors IKU 281 lassen sich:
- Materialfluss, Prozesssicherheit und Anlagenverfügbarkeit verbessern
- Sensoranzahl sowie Installations- und Wartungskosten reduzieren
- Rollgangsteuerung und automatisierte Materialverfolgung zuverlässig unterstützen
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