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Proxitron Sensoren im Zementwerk-Einsatz

Die Holcim (Deutschland) GmbH ist einer der führenden Baustoffhersteller Deutschlands und eine Tochtergesellschaft des weltweit führenden Baustoffkonzerns LafargeHolcim Ltd, Jona/Schweiz, der in rund 90 Ländern tätig ist und gut 100.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktsegmente Bindemittel, Gesteinskörnungen und Beton bilden die Kernbereiche der Holcim Deutschland Gruppe, deren Führungsholding die Holcim (Deutschland) GmbH mit Sitz in Hamburg ist. 

Seit über 150 Jahren produziert das Unternehmen am Standort Lägerdorf, nördlich von Hamburg, Zement. Zur Produktion des Zementklinkers wird ein Zementdrehofen mit Vorkalzinator verwendet. 4.800 Tonnen Zementklinker werden hier täglich produziert. Als Haupt-Rohstoff wird im Tagebau Kreide abgebaut, aufgeschlämmt und zu den Rührwerken ins Werk gepumpt. Nach dem Homogenisieren mit weiteren Rohstoffen wird der Kreideschlamm filtriert und als Filterkuchen über die Schlägermühlen in das Ofensystem aufgegeben. Im Ofen wird der Filterkuchen erhitzt und zu Heißmehl verarbeitet, welches anschließend in der Calcinierzone restentsäuert wird. Das Material (Rohmehl) durchwandert im 65 m langen Drehofen mehrere Brennzonen. Bei Temperaturen von bis zu 1.800 °C wird das Rohmehl beim Durchlauf des um 4° geneigten Drehofens zu Zementklinker gebrannt. Für den Antrieb sorgen vier Hydraulikmotoren, die zwei Stahlwellen antreiben, auf denen direkt der Laufring des Drehofens liegt. Um den Verschleiß der Antriebswellen und des Laufringes zu minimieren, werden die Antriebswellen kontinuierlich axial verschoben: der sogenannte Pendelhub. Mit zwei induktiven Analogsensoren von Proxitron, je einer pro Antriebswelle, wird die exakte, axiale Position der Antriebseinheit ermittelt und über einen 4 – 20 mA Ausgang an die Steuerung übermittelt. 

Die Anforderungen an den Sensor waren klar definiert: Arbeitsbereich 70 mm, Analogausgang 4 – 20 mA, robust, temperaturbeständig, verschmutzungsresistent und wartungsfrei sollten die Sensoren für diesen Einsatz sein. Der Einsatz eines optischen Sensors zur Distanzmessung schied unter diesen Bedingungen aus. Der MKN 070.194 H S4 von Proxitron erfüllt alle diese Anforderungen. Für Umgebungstemperaturen von bis zu +100 °C einsetzbar und äußerst robust konstruiert, hält der Sensor rauen Umwelteinflüssen stand. Der Datenaustausch mit dem Sensor erfolgt über eine RS 485 Schnittstelle. Die Sensoren arbeiten zuverlässig für viele Jahrzente. „Wir haben die Proxitron Analogsensoren eingebaut und „vergessen““, sagt Herr Sönke Kühl, Leiter der elektronischen Instandhaltung bei Holcim, Lägerdorf. „Sensoren, auf die man sich so verlassen kann - das erleichtert die Arbeit natürlich ungemein. Ich würde mich immer wieder für Sensoren von Proxitron entscheiden“, so Herr Kühl. 

Proxitron Sensoren stehen seit jeher für eine hohe Qualität. Der Hersteller von induktiven, optischen und Analogsensoren hat sich vor allem auf Bereiche spezialisiert, in denen robuste Sensoren gefordert sind. „Im Bereich induktive Sensoren, Lichtschranken und Hot Metal Detectoren bzw. Temperaturschalter haben wir in den letzten Jahren die Entwicklung vorangetrieben“, so Proxitron Geschäftsführer Ulf Legast. „Die Nähe zu unseren Kunden zeigt uns was gefordert ist und hilft uns am Puls der Zeit zu sein.“ Auch „Quality made in Germany“ ist für Proxitron selbstverständlich, ebenso wie für die Holcim (Deutschland) GmbH. 

Nicht nur bei der Abstandsmessung setzt die Holcim (Deutschland) GmbH auf Proxitron, auch für die Triggerfunktion für den Thermoscanner am Zementdrehofen verwendet Holcim induktive Hochtemperatursensoren für Umgebungstemperaturen bis zu 230 °C.

Hier werden die induktiven Hochtemperatursensoren mit M50 und M30 Edelstahlgehäuse direkt unterhalb des Zementdrehofens eingesetzt, wo sie extremen Umgebungstemperaturen widerstehen.

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Hydraulischer Antrieb mit Proxitron Analogsensor

Zementdrehofen mit Laufring